Aktuelles

Samstag, 25. April 2020 von 16 bis 19 Uhr Vortrag und Seminar

Renatus Derbidge

Klimakrise und Selbsterkenntnis – Den geheimen Faden zwischen innerem und äußerem Klima in der Naturwahrnehmung entdecken lernen

„Schaue in die Welt, um Dich selbst zu erkennen, und in Dich, um die Welt zu verstehen“, so der Grundsatz der Goetheschen Methode. Welterkenntnis ist Selbsterkenntnis, innen wie außen. In dem Sinne möchten wir das Klima anschauen, um die Botschaft des Klimawandels besser verstehen zu lernen. 
Denn es geht um mehr, als ausschließlich darum, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern, es geht ans „Eingemachte“, an die im Verborgenen schlummernden Seelenanteile in uns, auf welche uns die Welt nun überaus kräftig hinweist. An konkreten Übungen wie zum Beispiel der Erfahrung ganz basaler, zumeist unreflektierter Erlebnisse wie das Hineingestellt-Sein in die Welt zwischen Oben und Unten, werden wir erkunden, wie Seele und Welt eine Einheit bilden und erfahren: Die Welt, die Natur und das Klima sind Spiegel der Seele.

Spenden erbeten

Ort: Rudolf Steiner Haus – Bernadottestraße 90/92 – 14195 Berlin – U-Bahnhof Podbielskiallee


Freitag, 8. Mai 2020 um 10 bis 13:30 Uhr Vortrag

Charles Gunn und Daniel Jaeger

Workshop: „Eine spielerische Einführung in die projektive Geometrie“

Kein anderes Buch hat das abendländische Denken bis heute stärker geprägt als die „Elemente“ des Euklid. Dabei ist in dessen Konzeption des Raums die ganze Entwicklung des Denkens hin zum Materialismus schon angelegt.
Noch Kant meinte, dass sich überhaupt keine andere Vorstellung vom Raum machen ließe als eben jene Euklids. Und das obwohl seit Anbruch der Neuzeit mit der Entdeckung der Zentralperspektive eine neue Geometrie im Entstehen war, die dann im 19. Jahrhundert deutlich Gestalt annahm.
Seitdem gibt es mit der Projektiven Geometrie eine Disziplin, die das Denken überall dort in Bewegung bringen kann, wo es durch erstarrte Raumbegriffe bedroht ist, sei es im wissenschaftlichen, sozialen oder individuellen Bereich.
Charles Gunn und Daniel Jaeger vermitteln durch Beispiele sowie Zeichen- und Vorstellungsübungen eine erste Erfahrung davon, wie sich der Begriff vom Raum in den letzten Jahrhunderten verändert hat und welche Befreiungen damit einhergehen können. 

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Ort: Rudolf Steiner Haus – Bernadottestraße 90/92 – 14195 Berlin – U-Bahnhof Podbielskiallee


Samstag, 9. Mai 2020 um 16 bis 19 Uhr Vortrag

Dankmar Bosse

Die Sonderung der sieben Naturreiche aus der Menschheit, als kontinuierlicher Weg von der Naturwissenschaft zur Geisteswissenschaft.

Die Fakten der modernen Wissenschaften belegen exakt, wie zwischen dem Menschen und dem Mineralreich sechs große Gruppen der Pflanzen und der Tiere entstanden sind, die ein neues Bild ihrer Zusammenhänge möglich macht. Das hat Rudolf Steiner bereits vor mehr als hundert Jahren dargestellt, sowohl in den Kuppelbilder zur Lemuris und Atlantis an der Decke es ersten Goetheanums, als auch 1924 auf der Zeichnung in GA 243 (Initiatenbewußsein). Und das, obwohl die heutigen Fakten der Tier-Evolution damals überhaupt noch nicht bekannt waren! Aus einer Zusammenschau dieser und weiterer Aspekte kann ein neues Gesamtbild aller Natur-Phänomene zur „Geheimwissenschaft im Umriss“ entstehen!

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Ort: Rudolf Steiner Haus – Bernadottestraße 90/92 – 14195 Berlin – U-Bahnhof Podbielskiallee


Freitag, 5. Juni 2020 um 20 Uhr Vortrag

Iris Hennigfeld

Was ist Goetheanismus ?

Goethe hatte die Gefahren eines kommenden materialistisch-mechanistischen Weltbildes vorausgesehen und in seinen botanischen Studien, aber auch in der Auseinandersetzung mit Newtons Farbenlehre entschieden dagegen gekämpft. Auf dem Wege seiner eigenen Forschung entwickelte er eine Methode, die zur Anschauung und Erkenntnis einer lebendigen, geisterfüllten Natur führte. Mit der Methode einer „exakten sinnlichen Phantasie“ konnte Goethe über die sinnlich-physische Erscheinung hinaus zu dem Wesen der Natur, den sogenannten Urphänomenen, vordringen.

Rudolf Steiner metamorphosierte Goethes Erkenntnisart, wie diese im Gebiet der Natur wirksam war, und machte sie für die Phänomene der geistigen Welt (die menschliche Bewusstseinswelt) und für eine Wissenschaft des Geistes fruchtbar. Diese bezeichnete er auch als einen Goetheanismus.

Ausgehend von den philosophischen und phänomenologischen Grundlagen des Goetheanismus geht der Vortrag folgenden Fragen nach: Wie ist ein Anschluss an Goethe im Sinne von Rudolf Steiners Goetheanismus zu Beginn des 21. Jahrhunderts möglich? Wie kann der Goetheanismus für die dringlichen, menschheitlichen Fragen der Zeit fruchtbar gemacht werden?

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Ort: Rudolf Steiner Haus – Bernadottestraße 90/92 – 14195 Berlin – U-Bahnhof Podbielskiallee


Samstag, 6. Juni 2020 von 10 – 13 Uhr  Seminar

Eva Wohlleben

Sensibles Form-Entstehen im Flüssigen

Jeden Moment sind wir umgeben von meist unsichtbaren Formen (Formgebungen) in Luft und Wasser, ausgelöst durch Bewegungsimpulse. Und mit großer Faszination blicken wir mit Hilfe einfacher Mittel wie Tinte, Sand oder feinen Sporen hinein in diese inneren, reibungslos fließenden Zusammenhänge, bei denen Gestaltung nur beeinflusst, aber nicht gemacht werden kann. Wie fühlt sich das Neue im Denken, das Fliessen, das Neugierige im Vergleich dazu an?  Wie können wir die allgegenwärtigen Impulse in Wahrnehmung und Denken hin zu einem elastischen Vorstellungsvermögen für neue Sichtweisen und konkrete Fragen in den verschiedensten Bereichen führen. Was sind hier Tinte, Sand und Sporen?

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Ort: Rudolf Steiner Haus – Bernadottestraße 90/92 – 14195 Berlin – U-Bahnhof Podbielskiallee